Der Tod ist mir so vertraut
in den Nächten der Einsamkeit.
Dann spüre ich deinen kalten Atem
auf meiner spröden Haut
und das wehe Verlangen,
dir so fern zu sein
wie der Graben
zwischen unseren Herzen.
Fern
Mein Saft, dein Herz
Laß uns geschlechtlich fusionieren,
die Leiber ineinanderschmiegen
und uns sehnen.
War der Höhepunkt atemraubend,
meine kleine Konkubine?
Hattest du Spass, als ein Teil von mir in dir starb?
Mir ist übel von all dem Schweiß,
der vom Ventilator an der Decke
durch das Zimmer springt.
Verflucht, hast du vielleicht geglaubt,
ich würde von dir lassen?
Eine kurze Kopulation kann ja so naive Wehen erzeugen!
Ich werde mich dir geben in den Nächten der Einsamkeit.
Ich werde dein Herz mit meinem Säften benebeln.
Dann, etwas später,
will ich mich entschuldigen für all das,
was ich dir nicht geben wollte.
Ein wenig Liebe nur
Länger als Worte es erhalten können,
möchte ich mir deiner Liebe gewiß sein.
Strohalmringend greife ich nach allem,
was mir verspricht, etwas wert zu sein.
Manchmal muß ich dann einen Teil in mir verraten
und so tun, als wäre ich deiner Meinung.
Natürlich ist es Verrat.
Natürlich ist es Lüge.
Aber was bleibt mir anderes?
Meine Kraft wurde mir geraubt -
schon früh gestohlen.
Und nun ge-brauche ich dich, um mich im Balsam
der Bestätigung zu aalen.
Ich suche mich in dir,
wandle im Labyrinth der Sehnsucht,
um zu finden,
was jeder Mann und jede Frau in so
verzweifelter Weise zu erkämpfen versucht:
ein wenig Geborgenheit,
um die kalte Einsamkeit in mir zu erwärmen -
eine karge Anerkennung,
um mich nicht nutz- und wertlos zu fühlen -
und Liebe,
um in meiner Hilflosigkeit und Kleinheit
angenommen zu werden.





