In der Nacht,
wenn ich dem Tage entfliehen konnte,
bettet sich atmend mein Leib,
ruht mein Geist im Himmel
Dann bin ich dem Tode ganz nah,
fast so,
als könnte ich ihn
neben mir atmen hören.
In der Nacht,
wenn ich dem Tage entfliehen konnte,
bettet sich atmend mein Leib,
ruht mein Geist im Himmel
Dann bin ich dem Tode ganz nah,
fast so,
als könnte ich ihn
neben mir atmen hören.
Als ich mich ihr näherte
in jener schwülen Sommernacht,
mich mit Bedacht auf sie legte
und langsam tastend
einen Zentimeter nach dem anderen
ihren Körper
mit meinen Händen ergründete,
Tropfen an Tropfen uns verband,
war mein Kopf schon am Ziel angelangt,
noch bevor mein Leib sich
mit ihrem verschmelzen konnte.
Am Morgen
schlich der Duft des frisch gepflückten Basilikums
ungefiltert in meine Nüstern
Auf dem Weinberg mich niedergelassen
und Giovanni beim Ernten der Rebe zugesehen
Am Tage
das Salz des Meeres
auf meiner strandgesättigten Haut
In den tobenden Wellen geritten,
ungezähmt zurückgespült
Am Abend
die Pasta der Nonna verschlungen,
bis kein Platz im Bauch mehr war
Auf der Schaukel unter dem mächtigen Eichenbaum
war der Himmel zum Greifen nah
In der Nacht
auf Wolken geschlafen
verträumt den nächsten Tag herbeigesehnt
Hat sie mir nicht sagen wollen, daß sie mich liebt,
aber die Angst und die Scheu sie davon abhält
Ist nicht jede Liebe
ein Zurückweichen vor dem Unaussprechlichen
Oh, ich hätte ihr Gründe geben können,
mich nicht zu begehren, micht nicht zu wünschen
und nicht zu verlangen
Aber Hunger kann die absurdesten Wünsche entstehen lassen
wie der kurze Traum zwischen unseren Leibern
Was bliebe denn schon von der Sehnsucht,
wenn sie nicht schmerzen würde
Mich finden
und
wiederfinden
im Spiegel deiner Augen
und
mich fühlen
und
wohlfühlen
unter den
Berührungen deiner Hände,
die tief
in den Grund
meines Körpers reichen
Nun ruhe auch ich
zwischen den Weiten deiner Brust,
verweile hier an deinem Herzen
und atme dich
in mich hinein.
Nicht mehr nehme ich jetzt wahr
als deine Nähe,
nicht mehr brauche ich nun
als deine Atmosphäre.