Bin tiefes Gewässer
und seichter Flußlauf,
zähflüssige Lava
und sanftes Blut.
Verliere meinen Kopf
in deinem Schoß,
verliere meine Kontrolle
in deiner Hingabe.
Habe die Welt bereist
und erst
in deinen Armen
meine Heimat gefunden.
Bin tiefes Gewässer
und seichter Flußlauf,
zähflüssige Lava
und sanftes Blut.
Verliere meinen Kopf
in deinem Schoß,
verliere meine Kontrolle
in deiner Hingabe.
Habe die Welt bereist
und erst
in deinen Armen
meine Heimat gefunden.
Ich schreibe,
um mir selbst zu beweisen, daß ich lebe.
Ich verfalle der Illusion,
vergangene Gefühle an ein Blatt Papier fesseln zu können
und in Momenten der Einsamkeit
ein Gedicht der Liebe oder Hoffnung
oder des Mutes und der Träume
aus der Schublade zu zerren.
Wenn ich dann erkenne,
daß ich mein Leben in der Vergangenheit lebe,
greife ich flugs zum Telefonhörer
und frage dich, ob ich rüberkommen kann zu dir
und sich unsere Lippen treffen könnten.
Geliebte,
reiche mir ein Laib Brot
als Ersatz für deinen fehlenden Kuß.
Ich werde es behüten
wie einen satten Mund.
Jeden Tag breche ich es entzwei,
mit der Hoffnung,
den Geschmack der Liebe
auf meiner Zunge
nicht zu vergessen.
Wenn der Verstand zu laut wird,
hört man das sanfte Schlagen
des Herzens nicht mehr.
Ich hauchte mein Leben aus,
um den verzweifelten Sehnen
nach Geborgenheit
den Atem zu stehlen.
Mein Blick
durch dich
von dir
zu mir
im Leben
dem Tod vergeben
der Liebe
dem Schmerz entgehen.
Ich liege neben dir, entblößt und frierend,
in dem viel zu kleinem Bett,
blase das schwache Kerzenlicht aus,
lege meine Kälte in deine Hände,
warte auf Regung, Bewegung, Berührung.
Du drehst dich zur Seite, wendest dich ab,
behältst die Wärme für dich und
flüsterst mir noch „Gute Nacht“ ins Ohr.
Ich kann nicht schlafen.
Meine Augen starren die Decke an,
dann dich.
Länger als Worte es erhalten können,
möchte ich mir deiner Liebe gewiß sein.
Strohalmringend greife ich nach allem,
was mir verspricht, etwas wert zu sein.
Manchmal muß ich dann einen Teil in mir verraten
und so tun, als wäre ich deiner Meinung.
Natürlich ist es Verrat.
Natürlich ist es Lüge.
Aber was bleibt mir anderes?
Meine Kraft wurde mir geraubt -
schon früh gestohlen.
Und nun ge-brauche ich dich, um mich im Balsam
der Bestätigung zu aalen.
Ich suche mich in dir,
wandle im Labyrinth der Sehnsucht,
um zu finden,
was jeder Mann und jede Frau in so
verzweifelter Weise zu erkämpfen versucht:
ein wenig Geborgenheit,
um die kalte Einsamkeit in mir zu erwärmen -
eine karge Anerkennung,
um mich nicht nutz- und wertlos zu fühlen -
und Liebe,
um in meiner Hilflosigkeit und Kleinheit
angenommen zu werden.