Kategorie: Gedichte ↓
Nov 07
28
Mit festem Griff umfasse ich ihre zarte Taille,
ergreife ihr verletzliches Becken,
gleite mit den Händen ihren Rückenkamm hinab,
während sie leicht und zutraulich auf meinem Schoß sitzt.
Sie beugt sich vornüber,
ihr Haar fällt in mein Gesicht,
kitzelt meine Wangen
und zaubert ein Lächeln hinein.
Glücksmomente wie diese
sind Balsam für die Wunden,
die der grobe Alltag in uns hineinschlägt.
Nov 07
26
Der Tod ist mir so vertraut
in den Nächten der Einsamkeit.
Dann spüre ich deinen kalten Atem
auf meiner spröden Haut
und das wehe Verlangen,
dir so fern zu sein
wie der Graben
zwischen unseren Herzen.
Nov 07
24
Ich möchte mich an dir vergeuden,
mich in dir verschwenden.
Dann will ich gehen,
mich neu vergeben.
Verführen und umworben,
getragen auf fremder Frauen Hände.
Will in neues Fleisch beißen,
mich der neuen Quelle Lust bereichern.
Mich betten in anderen Federn,
aufwachen
und nicht wissen,
wo mein Körper sich befindet,
nicht ahnen,
wer neben mir liegt.
Nov 07
19
Heute morgen,
als ich neben dir aufwachte
und deinen kleinen Körper
sich neben mir strecken spürte,
habe ich mich schon wieder in dich verliebt,
so wie gestern nacht,
als du mit meiner Hand
auf deinem Bauch einschliefst.
Nov 07
19
Mein Schoß gibt sich deiner Liebe hin,
meine Hüften tanzen unter deinem Bauch
und wenn sich deine Hände meinem Geschlecht nähern,
es behutsam streicheln,
bin ich die Kerze, die langsam und und stetig flammt.
Komm nur näher und trau dich,
mich mit deinen Liebessalven zu torpedieren -
ich werde mich dir hingeben
und das Vertrauen schenken,
mich in Wachs zu verwandeln.
Nov 07
19
Das Reiben eines kalten Penis
in einer trockenen Vagina
ist die gegenseitige Vergewaltigung
starrer mechanischer Körper.
Die Genitale Umarmung,
bei der zwei sich liebende Leiber fusionieren,
ist die Entdeckung des pulsierenden Lebens,
manifestiert in den Zuckungen des Protoplasmas.
Nov 07
19
Was ich bin
ist wie ich denke
ist wie ich handle
ist wie ich liebe
ist wie ich hasse
ist wie ich lache
und weine
ist wie ich lebe
und vergehe.
Nov 07
19
Zwischen dem Trübsal und der Melancholie
liegt der schwangere Schmerz der Depression.
Was ist ein Leben wert,
wenn vor lauter Wunden der Kindheit
kein Körper mehr zu fühlen ist
und die Narben nur durch
das Morphium der Frustration verdrängt werden können?